Mehr als Schafe zwischen Konzernen und Konzerten

Das Werksviertel in München tanzt auf der Linie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Das Quartier gilt europaweit als Paradebeispiel, sich neu zu erfinden, ohne sich zu verlieren. Der Spagat gelingt aus ähnlichen Gründen wie in Kopenhagens Nordhavn oder bei der Linzer Tabakfabrik.

Industriegelände, Knödelfabrik, Ölmühle, später Kunstpark Ost und Partymeile, dann Kultfabrik und heute urbanes Quartier mit Büros, Kultur, Gastronomie und sogar einem Riesenrad. Das Areal im Münchner Osten hat viele Leben hinter sich und erfindet sich seit über 120 Jahren immer wieder neu. Am Eingang des gefragten Quartiers, in dem heute mehr als 7.000 Menschen arbeiten, entwickelt und errichtet die Rock Capital Group mit dem Bürogebäude MONACO derzeit ein Projekt, das den Charakter des Viertels mit internationaler Formensprache aus der Feder des renommierten Büros MVRDV und einer spektakulären Fassade aus recycelten Baustellenabfällen weiterdenkt. Es steht damit exemplarisch für den Drahtseilakt des Quartierswachstums.

„Das Werksviertel ist kein Reißbrettprojekt“, sagt Andreas Wißmeier, Geschäftsführer der Rock Capital Group. „Es zeigt, dass Quartiersentwicklung nur dann funktioniert, wenn man den Geist eines Ortes ernst nimmt – und ihn nicht durch Beliebigkeit ersetzt.“ Was das heißt, sehen Interessierte am besten auf dem Dach eines Bürohauses, auf dem seit Jahren Schafe leben. Die Firmen und Gestalter geben sich viel Mühe, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit gleichberechtigt zu betrachten.

Architektur: Wo München besonders mutig ist
„Ein wesentlicher Impulsgeber ist die für München ungewöhnlich lebendige Architektur“, sagt Udo Peuker von der Rock Capital Group mit Blick auf die bestehenden Nachbargebäude. Die niederländischen Architekten MVRDV haben bereits das WERK12 entworfen, einen vielfach ausgezeichneten Bau mit ikonischen Riesenlettern. Aahhh, Oh, Puh sind an der Fassade zu lesen. Die preisgekrönten Architekten legen mit dem MONACO noch eine Schippe drauf. Das Neubauprojekt übersetzt die Haltung des Werksviertels in ein Konzept, das „Work“ und „Play“ architektonisch trennt und zugleich verschränkt: Ein kompakter Arbeits-Block mit wiederverwendeten, teils über 100 Jahre alten Klinkersteinen trifft auf einen spielerischen Part mit bunten Pretty-Plastic-Schindeln aus Recyclingkunststoff, die erstmals in dieser Größenordnung in Deutschland verbaut werden und die das Prinzip „Cradle to Cradle“ erlebbar machen. Dazu gibt es Terrassen, Balkone und einen Pocket-Garden – ein Office, das Dialogräume statt Flurinseln schafft.

„Mit dem MONACO wollen wir ein Haus bauen, das den Geist des Werksviertels weiterschreibt“, erklärt Andreas Wißmeier. Sein Kollege Udo Peuker pflichtet bei: „Das Erfolgsgeheimnis des Werksviertels liegt vor allem in der Bereitschaft, Geschichte nicht zu tilgen, sondern zu transformieren.“ Wer heute durch den Distrikt schlendert, spürt dies unter den Schuhsohlen: alte Gleise, rostige Schienen, Fassaden mit Narben.

Zwischen Leidenschaft und Kalkül
Der dänische Architekt Mads Mandrup-Hansen vom Büro C.F. Møller, das im Werksviertel zwei Gebäude entworfen hat, sieht in dieser Echtheit die besondere Kraft des Ortes: „Die Nähe zur Geschichte und die Offenheit der neuen Architektur schaffen eine lebendige Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wir wollten mit unserem letzten Entwurf hier ein Gebäude schaffen, das sich anfühlt, als wäre es schon immer Teil des Viertels gewesen – roh, robust und offen für Begegnung.“

Europaweite Parallelen sind selten
In München ist internationalen und lokalen Architekten und Entwicklern gelungen, was nur an wenigen Orten Europas glückt. In Kopenhagens Neo-Quartier Nordhavn läuft seit 2009 die Transformation vom Containerhafen zu einem CO₂-neutralen Viertel mit 40.000 Arbeitsplätzen und ebenso vielen Bewohnern. Die Idee: eine „Five-Minute City“ – jeder Mensch soll innerhalb von fünf Gehminuten alles erreichen, was er zum Leben braucht: Arbeit, Einkauf, Freizeit, Bildung.
Nordhavn ist ähnlich wie das Werksviertel lernende Stadtstruktur. Zwischen Wasserflächen, alten Silos und neuen Holzbauten entsteht eine Atmosphäre, die an das Werksviertel erinnert – nur maritimer, nordischer. Die Stadt Kopenhagen und die staatliche Entwicklungsgesellschaft teilen sich die Verantwortung, was Planungssicherheit mit öffentlichem Nutzen verbindet. Historische Schichten werden integriert, Altbauten bleiben Teil der neuen Identität. Die Mischung aus sozialer Vielfalt, klimagerechter Mobilität und kultureller Offenheit macht Nordhavn zu einem europäischen Vorbild – und zu einem Spiegel dessen, was sich gerade in München etabliert: ein Viertel, das sich selbst immer wieder neu erfindet.

Positivbeispiel Linz: Besser als die Geschichte
Weiter südlich, im oberösterreichischen Linz, hat die Tabakfabrik einen ähnlichen Wandel vollzogen. Wo früher Zigaretten produziert wurden, schlägt heute das Herz der Kreativwirtschaft. In den denkmalgeschützten Hallen arbeiten rund 250 Unternehmen und 1.800 Menschen – mehr als zu Industriezeiten. Das Areal versteht sich als Labor und Resonanzraum: ein Ort, der Experimente erlaubt, Fehler zulässt und Innovation fördert.

Die Transformation verlief wie in München schrittweise – von der kulturellen Zwischennutzung mit Konzerten, Pop-up-Märkten und Ausstellungen hin zur dauerhaften Ansiedlung von Start-ups, Designbüros und Bildungseinrichtungen. Entscheidend war nicht ein Masterplan, sondern eine organische Entwicklung, getragen von Partizipation und Gemeinschaft. Eine Studie bezeichnet die Tabakfabrik als „ökonomisches Biotop der Diversität“.

Das Prinzip der Kuratierung
Analog dazu könnte man das Werksviertel München als Biotop der Kuratoren bezeichnen. Die OTEC, ein Eigentümer vor Ort, beschäftigt Dutzende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Ort tagtäglich zu einem besonderen Erlebnis machen. Sie planen Festivals, Lesungen, Atelier-Tage, Kinder- und Jugendfestivals. Dreimal im Jahr lädt der Bestandshalter alle Mieter – genannt „Siedler“ – zu Festen ein, bei denen sich Kreative, Konzerne, Handwerker, Gastronomen und die diversen kulturellen und sozialen Einrichtungen begegnen.

Für viele Menschen vor Ort steckt im Werksviertel ein Stück Philosophie – im sokratischen Sinn der Lebenskunst. Die Frage, was ein gutes Leben ausmacht, zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Arbeit im Quartier. Es geht weniger um Perfektion oder Planerfüllung als vielmehr um das Entdecken, Erfahren, Scheitern und Wiederanfangen. Also genau das, was die Griechen einst als „Eudaimonia“ beschrieben: das gelingende Leben.

Ein Viertel lebt und atmet
In Zeiten, in denen viele Stadtquartiere wie geleckte Kulissen wirken, bleibt das Münchner Werksviertel auch 2026 trotz seiner Neubauten ein atmender Organismus. Während andere Areale nach Corona zu kämpfen haben, ist das Werksviertel belebt wie nie. Cafés sind voll, Veranstaltungen ausgebucht, Firmen nutzen Dachterrassen als Meeting-Spaces. Kunst und Kommerz existieren im Dialog. Das passt nach Aussagen von Maklern zu den Bedürfnissen vieler Unternehmen. „Wir sehen bei den von uns betreuten Gesuchen einen klaren Shift im Anforderungsprofil – weg von der reinen Erreichbarkeit für die Mitarbeiter hin zu lebendigen Quartieren mit Mehrwert. Das Werksviertel als 24-Stunden-Quartier steht bei Unternehmen anhaltend hoch im Kurs“, sagt Martin Riedl, Geschäftsführer von IGENUS Immobilien.

Unternehmen profitieren ganz nebenbei von der Lebendigkeit und Attraktivität des Standorts. „Die Anwesenheitsquote bei mehreren Büromietern ist die höchste in Deutschland“, zitiert Andreas Wißmeier von der Rock Capital Group mehrere andere Eigentümer, die bereits Flächen vor Ort vermieten.

München, 05. Mai 2026

HEADS: ARM erweitert Münchner Standort

ARM, das Unternehmen, das die Zukunft des Computing gestaltet, erweitert bereits 18 Monate nach seinem Einzug seine Flächen um 1.200 Quadratmeter – und bestätigt damit erneut die Qualität des Standorts HEADS.

Wachstum braucht Raum: Das britische Technologieunternehmen ARM erweitert seine Mietflächen im Bürogebäude HEADS in Aschheim bei München von 1.800 auf jetzt 3.000 Quadratmeter. Rund anderthalb Jahre nach dem Einzug reagiert es damit auf den steigenden Flächenbedarf – und bekennt sich zum Standort.

„Mit der Erweiterung der Flächen bekräftigt der Mieter seine langfristige Partnerschaft mit dem HEADS. Die Entscheidung zeigt, dass hochwertige Arbeitswelten heute zu einem entscheidenden Faktor für Wachstum, Mitarbeiterbindung und Innovationskraft geworden sind“, sagt Andreas Wißmeier, Geschäftsführer der Rock Capital Group.

Das HEADS wurde gezielt als Antwort auf die veränderten Anforderungen der Arbeitswelt entwickelt. Der Bürokomplex verbindet moderne Architektur mit einem ganzheitlichen New-Work-Konzept, das Produktivität, Gesundheit und Austausch miteinander verknüpft. Konkret finden mietende Unternehmen und deren Mitarbeitende in dem mehr als 40.000 Quadratmeter großen Ökosystem beispielsweise High-End-Konferenzräume, begrünte Atrien, das hauseigene Restaurant „Hungry HEADS“, eine hauseigene Kita und sogar einen Yoga-Raum.

Inspiriert von diesem Umfeld zeichnen sich die Büroräume von ARM durch Dachterrassen aus, die einen Blick bis in die Alpen bieten. Im Inneren sorgt ein hoher Glasanteil für natürliche Transparenz und bestes Licht und fördert die Sichtbeziehung zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen. Unterstützt wird die Raumdynamik durch ein abgestimmtes Farbkonzept, das das Wohlbefinden der Mitarbeitenden fördert sowie die Innovationskraft und Dynamik von Arm widerspiegelt. Das geräumige Workcafé bildet hierbei das Herzstück der ARM-Büroflächen. Hier treffen sich Mitarbeitende aller Abteilungen, um in entspannter Atmosphäre zu arbeiten, sich auszutauschen oder gemeinsam Ideen zu entwickeln.

Mit einem eigenen Multifaith-Raum für Stille und Meditation sowie barrierefreien Zugängen in allen Bürobereichen unterstreicht ARM sein Engagement für Diversität und Inklusion. Der Raum steht allen Mitarbeitenden unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit offen und bietet einen Ort für persönliche Rückzugs- und Reflexionsphasen im Arbeitsalltag. Die barrierefreie Gestaltung der Büro- und Sanitärflächen stellt sicher, dass sich alle Mitarbeitenden uneingeschränkt und selbstständig in den Räumlichkeiten bewegen können.

Die Entscheidung zur Flächenerweiterung unterstreicht die Rolle des HEADS als skalierbare Plattform für international agierende Unternehmen. Offene Raumstrukturen erlauben unterschiedliche Raumsituationen. Eine durchdachte Flächenlogik fördert je nach Bedarf Zusammenarbeit, Konzentration und informelle Kommunikation gleichermaßen. Damit entsteht ein Arbeitsumfeld mit Aufenthaltsqualität, das nicht nur den aktuellen Bedarf abdeckt, sondern gleichzeitig Raum für zukünftiges Wachstum bietet. „Das HEADS positioniert sich als Adresse für Unternehmen, die ihre Arbeitswelt strategisch weiterentwickeln – und dabei Raum für Zukunft suchen“, sagt Wißmeier.

Dass dieses Konzept international überzeugt, belegen zahlreiche Auszeichnungen: Das HEADS wurde unter anderem mit dem ICONIC Award, dem iF DESIGN AWARD, dem German Design Award, dem Best Workspaces Award sowie dem Real Estate Architecture Award prämiert. Die Jurys würdigten insbesondere die ganzheitliche Innenarchitektur, die Arbeit und Wohlbefinden in Einklang bringt und Architektur als Teil eines größeren gestalterischen Ökosystems versteht.

München-Aschheim, 28. April 2026

Grundsteinlegung für HEAVEN

Bürostandort an der Nymphenburger Straße bekommt knapp 30.000 Quadratmeter neues Leben

Gemeinsam mit der dritten Bürgermeisterin von München Verena Dietl, dem bayerischen Bauminister Christian Bernreiter, der Münchener Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk, dem Referenten für Arbeit und Wirtschaft, Dr. Christian Scharpf, Architektin Rita Ahlers und dem Vorstandsvorsitzenden der THÜGA, Dr. Constantin H. Alsheimer, hat die Rock Capital Group offiziell den Grundstein für das Business Quartier HEAVEN mit rund 30.000 Quadratmetern gelegt. Damit startet nach fünf Monate Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Bruckmann-Areal an der Nymphenburger Straße eines der größten innerstädtischen Büroprojekte Münchens in die Bauphase.

Das Business Quartier HEAVEN besteht aus fünf Gebäuden, deren Fertigstellung bis Mitte 2028 geplant ist. Die Grundsteinlegung markiert die nächste Phase der Transformation des ehemaligen Bruckmann-Areals.

CHRISTIAN BERNREITER, STAATSMINISTER FÜR WOHNEN, BAU UND VERKEHR:
„Die Anforderungen an Büros haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt: Wie gestalten wir Arbeitsorte, an denen sich Beschäftigte wohlfühlen und produktiv sind? – Wie schaffen wir Räume für Innovation und Austausch? Das HEAVEN gibt auf diese Zukunftsfragen spannende Antworten. Der gelungene Entwurf zeigt: Hier wurde ein ganzes Quartier neu gedacht – flexibel, lebendig und mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Vorhaben verbindet in zentraler Lage liebevoll sanierte historische Bausubstanz mit Neubauten, in denen hochmoderne Arbeitswelten entstehen können – das ist wegweisend!“

VERENA DIETL, DRITTE BÜRGERMEISTERIN VON MÜNCHEN:
„München wächst und umso wichtiger ist es, dass wir mit den urbanen Räumen klug und verantwortungsbewusst umgehen. Es braucht dazu nicht immer den kompletten Neustart. Ein brachliegendes Industrieareal mitten in einem der lebendigsten Stadtviertel Münchens wird durch durchdachte Planung wieder zum Leben erweckt. Ein Beispiel für eine gelungene Symbiose zwischen einem gewachsenen Bestand und durchdachtem, zukunftsorientiertem Neubau. Als Adresse für eine attraktiv gestaltete Arbeitswelt. Das hat für mich als Kommunalpolitikerin einen besonderen Charme. Es fügt sich in Neuhausen – einem gewachsenen Quartier – stimmig ein und ist ein Gewinn für unsere Stadt und den Stadtteil.“

DR. CHRISTIAN SCHARPF, REFERENT FÜR ARBEIT UND WIRTSCHAFT:
„München wächst und mit der Stadt wachsen auch die unterschiedlichen Bedürfnisse. Premium-Unternehmen, die wir in München halten und für den Standort gewinnen wollen, suchen hochwertige, wandlungsfähige Flächen. Genau das liefert das HEAVEN: flexible Grundrisse, unterschiedliche Gebäudegrößen und eine Lage mitten in der Stadt. München braucht genau solche Projekte, um ein zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort zu bleiben. Wer die besten Unternehmen will, muss die besten Flächen bieten.“

STADTBAURÄTIN PROF. DR. (UNIV. FLORENZ) ELISABETH MERK:
„Das Bauvorhaben zeigt, wie sich ein Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft spannen lässt. Mit städtebaulicher Vision, verantwortungsvoller Nachhaltigkeit sowie zeitgemäßen Formen urbanen Arbeitens vereint das Projekt in einem gewachsenen Umfeld modernes Bauen und behutsame Bestandssanierung zu einem lebendigen Stück München.“

DR. CONSTANTIN H. ALSHEIMER, VORSTANDSVORSITZENDER DER THÜGA:
„Mit dem Umzug ins HEAVEN vollziehen wir weit mehr als einen reinen Standortwechsel. Für uns ist das ein Transformationsprozess, mit dem wir die Thüga räumlich, kulturell und organisatorisch für die nächsten Jahre und darüber hinaus aufstellen. Unter dem Projektnamen ‚#We Move‘ schaffen wir eine Arbeitswelt, die den veränderten Anforderungen unserer Zeit besser entspricht: mit mehr Austausch, mehr Begegnung, mehr Flexibilität und einer Umgebung, die Zusammenarbeit gezielt fördert. Der Umzug ist deshalb nicht nur eine Relocation, sondern ein wichtiger Schritt in die Zukunft unseres Unternehmens.“

RITA AHLERS, PARTNERIN UND ARCHITEKTIN, HILMER SATTLER ARCHITEKTEN:
„Das historisch gewachsene Ensemble von Gebäuden im Bruckmann-Areal erfordert in der Planung den Ort zu analysieren, zu ergänzen und weiterzubauen, so dass die Schnittstellen zwischen Alt und Neu zwar ablesbar, aber nicht konträr gestaltet sind. Die neuen Bauteile sind in Formensprache und Architektur selbstbewusst, führen aber den Geist des Quartiers fort, damit aus unterschiedlichen Teilen ein ablesbares Ganzes wird.“

ANDREAS WIßMEIER, GESCHÄFTSFÜHRER DER ROCK CAPITAL GROUP:
„Das HEAVEN ist kein klassisches Developer-Projekt, bei dem man abreißt, was da ist, und etwas Neues draufstellt. Wir haben uns Gebäude für Gebäude angeschaut: Was trägt etwas zur Geschichte des Ortes bei? Was lässt sich sinnvoll weiterentwickeln? Und was muss wirklich weg? Diese Fragen zu beantworten ist der einzige Weg, ein Quartier zu schaffen, das in fünfzig Jahren noch funktioniert.“

ANITA FRIEMEL, GESCHÄFTSFÜHRERIN DER ROCK CAPITAL GROUP:
„Projekte wie das HEAVEN, das mit der Mischung aus Denkmal, Sanierung und Aufstockung sowie Abriss und Neubau besondere Anforderungen an Finanzierungsstrukturen stellt, benötigen leistungsstarke und verlässliche Banken, die die Durchfinanzierung des Projektes bis zur Fertigstellung begleiten. Wir haben mit der UniCredit und der DZ HYP AG hochprofessionelle und engagierte Finanzierungspartner an unserer Seite. Das tiefgehende Marktverständnis und die strukturierte Herangehensweise dieses Expertenteams ist von zentraler Bedeutung, um Immobilienprojekte sicher und nachhaltig zu realisieren.“

CHRISTIAN LEALAHABUMRUNG, GRÜNDER UND GESELLSCHAFTER DER ROCK CAPITAL GROUP:
„Wir bauen hier kein weiteres Büroquartier von der Stange. Jedes Gebäude hat eine eigene Geschichte, eine eigene Fassade und einen eigenen Charakter. Wer in das HEAVEN einzieht, kann seinen Mietern und Mitarbeitenden eine Adresse geben, die sich von anderen unterscheidet und das mitten in München.“

PETER G. NEUMANN, GRÜNDER UND GESELLSCHAFTER DER ROCK CAPITAL GROUP:
„Wir bauen bis Mitte 2028 fünf eigenständige Häuser, die sich in Architektur, Größe und Charakter voneinander unterscheiden – vom Natursteinneubau an der Nymphenburger Straße bis zum revitalisierten Loftgebäude mit Ziegelfassade an der Lothstraße. Das Konzept kommt bereits heute am Markt an. Wir haben schon heute rund 16.000 Quadratmeter an die Thüga vermietet, die sich neben der denkmalgeschützten Villa von Architekt Martin Dülfer (erbaut 1898) auch die angrenzenden Gebäudeteile bereits frühzeitig vollständig gesichert hat.“

NACHHALTIGKEIT IM BLICK
Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist das, was nicht gebaut wird. Wißmeier: „Wir erhalten wunderschöne Gebäude aus der Gründerzeit und passen sie aber im Inneren zu 100 % an die heutigen Anforderungen der Mieter an. Die Vorteile davon sind nicht nur hohe Decken und gro.zügige Räume. Vielmehr spart der Erhalt von Bauteilen graue Energie und reduziert maßgeblich den CO₂-Verbrauch. Wir erhalten alles, was sinnvoll zu erhalten ist, denn es ist deutlich besser, Gebäude zu sanieren und nutzbaren Bestand stehen zu lassen als Beton aufwändig abzubrechen und an gleicher Stelle wieder mit massivem Einsatz von Zement, Sand und Stahl ein Gebäude zu errichten. Das macht man nur dort, wo der Bestand schlicht nicht mehr sinnvoll genutzt oder umgebaut werden kann. Wir brechen nur zwei von 5 Gebäuden überhaupt ab und revitalisieren den Rest“. Für das Gesamtprojekt werden die, LEED und WiredScore-Platinum-Zertifizierungen angestrebt, die Kriterien der EU-Taxonomi erfüllt.

AUTOVERKEHR UNTER DIE ERDE
Die Tiefgaragen, eine zweigeschossige zur Nymphenburger Straße und eine eingeschossige an der Lothstraße, bündeln den Autoverkehr und halten das Innenareal weitgehend autofrei. Rund 170 Stellplätze, davon über die Hälfte elektrifizierbar, ergänzen zahlreiche Fahrradabstellplätze mit Duschen und Umkleiden im Innenbereich.

DIE 5 GEBÄUDE IM DETAIL

HEAVEN ONE (Nymphenburger Straße 84) 
ist der Neubau zur Straße hin: L-förmig, mit heller Natursteinfassade, hohen Fenstern und Dachterrassen auf zwei Ebenen. Das Gebäude umfasst rund 5.500 Quadratmeter und setzt den Eingang zum Quartier. Im Innenhof steht ihm die denkmalgeschützte Villa von Martin Dülfer gegenüber.

HEAVEN TWO (Lothstraße 3) 
ist ein sechsgeschossiger Neubau mit einer dreidimensionalen Fassade aus fast weißem Beton und großen Fensteröffnungen mit dunklen Rahmen. Das rund 6.200 Quadratmeter große Gebäude verfügt über ein zweigeschossiges Foyer mit vollverglaster Front, einen bepflanzten Innenhof und zwei Dachterrassen im Staffelgeschoss.

HEAVEN THREE (Lothstraße 5) 
ist das revitalisierte Loftgebäude: Ziegelroter Bestand, absolut stützenfreie Grundrisse, Deckenhöhen, die mit bis zu 4,50 Metern deutlich über dem Standard liegen, und eine Nutzfläche von rund 2.000 Quadratmetern. Am besten geeignet für einen einzelnen Mieter, der Raum und Eigenständigkeit sucht.

HEAVEN FOUR und FIVE 
umfassen die denkmalgeschützte Villa von Architekt Martin Dülfer aus dem Baujahr 1898 und die ehemaligen Produktionsflächen, die aufwändig saniert und technisch erneuert werden. Beide Gebäude sind bereits vollständig an die Thüga AG vermietet. Der Innenausbau orientiert sich am konkreten Layoutplan des Mieters.

München, 22. April 2026

MONACO im Münchner Werksviertel erreicht nächsten Bau-Meilenstein

Ein buchstäblich herausragender Moment: Genau im Zeitplan startet beim MONACO im Werksviertel die nächste Bauphase. Parallel dazu befinden sich die Vorbereitungen für die Fassadenarbeiten und den Grundausbau in vollem Gange.

Im Office-Highlight MONACO im Münchner Werksviertel werden alle drei Untergeschosse bereits in den nächsten Tagen fertiggestellt sein. „Dann werden wir entsprechend unseres Zeitplans in die nicht minder spannende Phase eintreten, in der das MONACO für alle sichtbar Geschoss für Geschoss in die Höhe wächst“, sagt Mike Büttner, Projektmanager bei der Rock Capital Group.

Nach Beendigung der Rohbauarbeiten in den Untergeschossen werden zunächst die Spundwände der Baugrube gezogen – ein technisch anspruchsvoller Arbeitsschritt, der mit schwerem Gerät durchgeführt wird. Anschließend startet der eigentliche Hochbau. „Die Spundwände reichen teilweise bis zu 15 Meter in die Tiefe. Ihr Rückbau entlang der Baustelle erfordert große Kräne und eine präzise Abstimmung aller Beteiligten“, erklärt Büttner. Der Baufortschritt verläuft weiterhin planmäßig. Ziel ist es, den kompletten Rohbau des Gebäudes bis September fertigzustellen.

Fassadenplanung kurz vor finaler Genehmigung

Parallel dazu laufen die letzten Abstimmungen zur charakteristischen Fassade des MONACO. Das Gebäude wird als erstes Projekt in Deutschland überhaupt mit recycelten Kunststoffschindeln des niederländischen Unternehmens Pretty Plastic ausgestattet, einer Materialinnovation aus alten Fensterrahmen, Rohren und weiteren PVC-Reststoffen. Cradle to Cradle in Reinform, denn die aus Baustellenabfällen geborenen Fassadenschindeln selbst lassen sich bis zu 8-mal wiederverwerten.

Inzwischen hat die Rock Capital Group auch die finale Farbfreigabe für die Pretty-Plastic-Schindeln getroffen. Nach der Bemusterung wurde die Farbgebung noch einmal genauer an die gewünschte Fassadengestaltung angepasst. Damit wird das MONACO künftig zu einem harmonisch schimmernden Gesamtkunstwerk. Derzeit befindet sich die behördliche Sonderzulassung für den Verbau des Systems in den Abschlussrunden. Die finale Genehmigung durch die zuständigen Behörden ist für die nächsten drei bis vier Wochen avisiert.

Nächste Schritte bereits vorbereitet

Während Großprojekte im Bau häufig von unerwarteten Herausforderungen geprägt sind, verläuft der Bauprozess des MONACO bislang stabil und termingetreu. „Parallel zu den Arbeiten vor Ort holen wir derzeit Angebote für die restlichen Fassadenarbeiten ein“, sagt Büttner. „So können wir, sobald der Rohbau fertiggestellt ist, den nächsten Schritt gehen und mit der Gebäudehülle beginnen.“

Der Start des Innenausbaus ist derzeit für Ende dieses Jahres beziehungsweise Anfang kommenden Jahres vorgesehen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist weiterhin für Mitte 2027 geplant.

München, 16. April 2026

MONACO Couture

Das Bürohaus MONACO bekommt eine Robe – kreativ, unique, und innovativ. 


Statt einer Fassade von der Stange wird das Bürohaus im Münchner Werksviertel, ähnlich einer Couture-Kreation, in eine einzigartige Hülle gekleidet.

In der Welt der High-Fashion folgt auf die Design-Idee des Kreativ-Direktors das Skizzieren der Kollektion, die Auswahl der Stoffe und das Zeichnen der Schnittmuster. Dann erst beginnen die petites mains, die Näherinnen, ihre Arbeit. In bis zu 2000 Arbeitsstunden wird jeder Entwurf Stich für Stich per Hand gefertigt und individuell auf die Kundin angepasst. An manchen Stücken sitzen allein acht Stickerinnen zwei Wochen an ein paar Metern Stoff, um aufwändige Muster für Mäntel, Kleider oder Korsagen zu realisieren. Was in Paris mit Seidenfäden, Edelsteinen oder Pailletten geschaffen wird, sind beim Office-Highlight MONACO im Münchner Werksviertel dreidimensionale Schindeln aus recyceltem Kunststoff.

Die Idee dazu hatte das renommierte niederländische Architekturbüro MVRDV. 
11.993 einzelne Fliesen in sieben Farben werden an dem Bürogebäude der Rock Capital Group im Werksviertel angebracht. Das Ergebnis: Eine Fassade wie ein Couture-Kleid, einzigartig, unverwechselbar und außergewöhnlich. Wer hier zukünftig arbeitet, sitzt jeden Tag in der Front Row.

Das MONACO wird als erstes Projekt in Deutschland überhaupt mit den Schindeln des niederländischen Unternehmens Pretty Plastic ausgestattet. Mit dieser Materialinnovation werden alte Fensterrahmen, Rohre und weitere PVC-Reststoffe aus Baustellenabfällen nach dem „cradle to cradle“-Prinzip zu einer eindrucksvollen Gebäudehülle die architektonisch heraussticht. „Die Fassade ist ein Kernelement der Identität des MONACO. Das Gebäude trägt sozusagen Couture und wird zu einem Objekt, das Designsprache, Handwerk und Zukunft gleichermaßen zelebriert“, sagt Andreas Wißmeier, Geschäftsführer bei der Rock Capital Group. Wie in der Mode trägt die Handschrift des Designs zum Wiedererkennungswert bei. Mehr noch: Man kann die Schindel-Couture als nachhaltigste Form betrachten. Die Fassadenfliesen können bis zu acht Mal wieder und wieder recycelt werden – fast wie eine originale Chanel-Jacke, die von Generation zu Generation wertgeschätzt und getragen wird und nie aus der Mode kommt. 

„Auch bei der Farbgestaltung für die Fassade des MONACO haben wir uns bewusst an einer Kombination orientiert, die nicht etwa kurzfristigen Trends unterworfen ist“, ergänzt Udo Peuker, Projektleiter Vermietung bei der Rock Capital Group. Die Basis bildet ein Hellgrau, das an rohes Leinen erinnert, drei Grüntöne geben dem Objekt Komplexität und Eleganz. Akzente aus Bronze, Mauve und Lilac sorgen für Kontrast und optische Tiefe. Das Gesamtbild verändert sich je nach Tageszeit und Lichteinfall ähnlich wie bei einem changierenden Abendkleid, weil jede Schindel durch den Herstellungsprozess unterschiedlich marmoriert ist. Statt den petites mains sind am MONACO Fassadenbauer mit der Applikation betraut. Sie bringen die fast 12.000 dreidimensionalen Fliesen präzise in einer Rautenstruktur an, sodass das Finish an geschliffene Diamanten erinnert. Die Haptik der einzelnen Recycle-Elemente hingegen erinnert an glatte Seidenstoffe.

Andreas Wißmeier ist von der Idee bis zum letzten (Spaten)stich involviert und weiß: „Vor dem Applaus am Ende der Show stehen bei jedem Projekt viele Beschlüsse und manche Volten. Doch die Entscheidung für die Fassade aus den Pretty Plastic-Schindeln war von Anfang an fix. Sie ist der Kern des Projektes MONACO, die DNA des Gebäudes. Das MONACO ist eine Ikone an Nachhaltigkeit, Attraktivität – ein echtes Statement.“ Künftige Mieter können sich ab Mitte 2027 auf ein maßgeschneidertes Gebäude aus dem Atelier der Rock Capital Group freuen. Verglichen mit Wartezeiten auf ein Couture-Kleid oder eine Designer-Handtasche ist das für die Größe und Raffinesse des Projektes ein außerordentliches Tempo.

München, 31. März 2026

Weiterer Neuzugang im SKYGATE: Rock Capital Group vermietet 600 qm Labor- und Officeflächen an staatliche Forschungseinrichtung

Eine weitere erfolgreiche Vermietung für den Life-Science-Standort SKYGATE im Munich Airport Business Park (MABP) in Hallbergmoos bei München:

Die Rock Capital Group hat rund 600 Quadratmeter S2-zertifizierbare Labor- und Officeflächen an eine staatliche Forschungseinrichtung vermietet. Der Abschluss knüpft damit direkt an das starke Vermietungsjahr 2025 an.

Im vergangenen Jahr erzielte die Rock Capital Group im SKYGATE vier Neuvermietungen und eine Flächenaufstockung mit zusammen über 3.300 Quadratmetern Fläche. „Die aktuelle Anmietung bestätigt einmal mehr den akuten Bedarf nach sofort verfügbaren, technisch voll ausgestatteten und hochwertigen Laborflächen in Kombination mit New-Work Arbeitsumgebungen“, sagt Andreas Wißmeier, Geschäftsführer der Rock Capital Group.

Ausschlaggebend für die Unterzeichnung des Mietvertrages im SKYGATE war laut Wißmeier erneut das einzigartige Ready-to-Use-Konzept, das die Rock Capital Group für den Standort in Hallbergmoos entwickelt hat und mit dem sie der einzige Anbieter im Großraum München ist. Interessenten finden in dem Objekt bezugsfertig vorbereitete, technisch ausgestattete und kurzfristig nutzbare Laborflächen – ohne lange Ausbauphasen und hohe Anfangsinvestitionen für Mieter. „Das Angebot richtet sich an Forschungs-, Biotech- und Life-Science-Unternehmen, die schnell arbeitsfähig sein müssen“, sagt Wißmeier. „Die Verbindung aus technischer Forschungsinfrastruktur und moderner Arbeitswelt mit hoher Aufenthaltsqualität und flexiblen Bürolösungen ist am Markt kaum zu finden.“

Die Laborflächen im SKYGATE sind für die S1- und S2-Nutzung ausgelegt und verfügen über technische Voraussetzungen wie VE-Wasser, technische Gase, Speziallüftung, Klimatisierung, Medienversorgung, verstärkte Böden und die notwendige Energieinfrastruktur. Ergänzt wird dies durch flexible Büro- und Kommunikationsflächen nach modernsten New-Work-Standards.

Der SKYGATE Campus liegt im Norden von München in zentraler Lage innerhalb des MABP – Munich Airport Business Parks in München-Hallbergmoos in nächster Nähe des Flughafen Münchens. Die Liegenschaft umfasst ca. 40.000 m² Büro-, Labor-, Hotel- und Lagerflächen sowie ca. 1.000 Stellplätze auf einem Grundstück von ca. 35.000 m².

München, 26. März 2026